Mit dem Tod von Peggy Parnass und Margot Friedländer verlieren wir zwei mutige Stimmen, die uns an das Menschsein inmitten der Unmenschlichkeit erinnert haben.
Peggy überlebte als Kind die Shoah, weil ihre Mutter sie 1939 auf einen Kindertransport nach Schweden schickte. Sie verlor ihre Eltern – aber niemals ihren Mut, die Wahrheit auszusprechen. Ihr Leben war ein Kampf gegen Gleichgültigkeit, gegen Ungerechtigkeit und für Mitmenschlichkeit.
Heute leben kaum noch ZeitzeugInnen. Ihre Stimmen dĂĽrfen nicht verstummen.
Wir – die Nachgeborenen – sind nun die Hüter dieser Erinnerung.
Ich bin nicht verantwortlich fĂĽr das, was mit Peggy als jĂĽdischem Kind in Deutschland geschah.
Aber ich bin verantwortlich, dass es heute und morgen nicht wieder geschieht.
Peggy hat uns den Staffelstab der Verantwortung ĂĽbergeben.
Wir müssen ihn weitertragen – im Namen der Menschlichkeit. ♥️
Ein herzliches Dankeschön an den FAKT e.V. (Förderverein Kultur im Atelier Kunst & Therapie e.V.) in Montabaur für die Einladung und den wunderbaren Abend –
und an das zahlreiche, aufmerksame Publikum, das mit so viel Interesse, Offenheit und Herz dabei war. 🙏

Wacht auf, Menschheit
Ich habe als Kind im Bürgerkrieg gelebt.Ich erinnere mich an Nächte im selbstgebauten Bunker mit meiner Familie.An Tage ohne Wasser, bis wir auf der Halbinsel


