Als Mediziner kümmern wir uns um unsere Patienten – wir beraten, behandeln und begleiten sie durch ihre Krankheiten. Am liebsten würde ich meine Patienten jedoch gesund in meiner Praxis sehen und dazu beitragen, dass sie gar nicht erst krank werden.
Doch nicht alle Erkrankungen lassen sich verhindern, und unvorhersehbare Ereignisse gehören zum Leben dazu. Was wir aber gemeinsam beeinflussen können, ist Prävention. Sie gibt uns die Chance, aktiv daran zu arbeiten, dass unsere Gesellschaft gesünder wird.
Zwanzig Jahre lang habe ich in der Herzchirurgie gearbeitet. Ich habe mit meinen Patienten ihre bestehenden Risiken analysiert, kontrolliert und behandelt. Heute habe ich die Möglichkeit, einen Schritt früher anzusetzen: Risiken gar nicht erst entstehen zu lassen – gemeinsam mit meinen Patienten.
Dabei geht es nicht nur um gesunde Ernährung oder Bewegung, sondern um eine echte Veränderung des Lebensstils. Dinge, die wir bewusst tun, müssen zur Routine werden – zu Gewohnheiten, die uns langfristig tragen.
Ich selbst bin nicht perfekt. Auch ich merke, wie der Alltag manchmal dazu führt, dass die eigene Gesundheit in den Hintergrund rückt. Aber ich habe begonnen, Dinge zu verändern: kein Zucker im Haushalt, lieber selbst kochen statt auswärts essen, zwei- bis dreimal Sport pro Woche. Ich habe bisher weder Alkohol konsumiert noch geraucht, und mein Schlaf hat sich ohne Schichtdienst deutlich verbessert.
Ich möchte nicht nur ein Begleiter für Gesundheit sein, sondern auch ein Vorbild. Denn nur wenn wir selbst vorleben, was wir empfehlen, können wir andere wirklich dazu inspirieren, ihren Lebensstil zur Prävention zu machen.
Eine Garantie auf ein gesundes Leben gibt es nicht – auch für mich nicht. Aber wir können die Wahrscheinlichkeit dafür deutlich erhöhen. Und genau das ist es wert. Bild: mit meine Kollegin Bea 🙏♥️

