Manchmal braucht es nicht die Rolle des Arztes, um Menschen zu helfen.
Manchmal braucht es einen Menschen, der zuhört.
Einen Freund.
Ein Gegenüber, das Sorgen ernst nimmt.
Ich möchte meine Patienten nicht mit Verboten behandeln.
Nicht von oben herab, mit erhobenem Zeigefinger, in Richtung Gesundheit führen.
Und ganz sicher nicht verurteilen.
Ich möchte Partner für Gesundheit sein.
Dazu gehört für mich, offen und ehrlich meine Meinung sagen zu dürfen.
Denn Vertrauen entsteht nicht durch Autorität, sondern durch Transparenz.
Wenn Patienten verstehen, warum Entscheidungen so oder anders getroffen werden, können sie sie mittragen – und genau dort beginnt echte Zusammenarbeit.
Lange dachte ich, Zeitdruck sei vor allem ein Problem des Krankenhauses.
Heute erlebe ich, dass auch in der Niederlassung Zeit knapp ist.
Ein Arzt-Patient-Kontakt dauert in Deutschland im Durchschnitt etwa 7,5 Minuten – in manchen Ländern nicht einmal eine Minute.
Gerade deshalb ist Empathie entscheidend.
Sie muss auf beiden Seiten spürbar sein.
Und sie braucht ehrliche, offene Kommunikation.
Ich bin dankbar, in einer Praxis zu arbeiten, in der 15 Minuten pro Patient möglich sind.
Das ist wirtschaftlich vielleicht nicht der bequemste Weg – menschlich aber der richtige.
Für die Patienten. Und für uns Ärzte.
Ich werde regelmäßig von Begegnungen aus dem Praxisalltag berichten.
Denn es sind diese einzelnen Gespräche, diese kleinen Momente,
die meine Arbeit jeden Tag sinnvoll und erfüllend machen.
Nach einem knappen halben Jahr in der Landarztpraxis kann ich sagen:
Diese Entscheidung war richtig. 👍

Wacht auf, Menschheit
Ich habe als Kind im Bürgerkrieg gelebt.Ich erinnere mich an Nächte im selbstgebauten Bunker mit meiner Familie.An Tage ohne Wasser, bis wir auf der Halbinsel


